Auch hier hat meine Zeit zu wenig mehr als einem kleinen Spaziergang im Hafengebiet der Stadt gereicht. Woran ich mich allerdings erinnere, ist einmal die Masse an Leute, die kamen, um das Schiff zu sehen und andererseits ein sehr schönes großes Feuerwerk zu unserem Abschied.
In Lanzarote habe ich es immerhin für eine Stunde zu einem Spaziergang geschafft, allerdings nur in der Stadt, was auch ganz nett war, aber nicht überwältigend.
In Madeira habe ich es mal wieder nicht an Land geschafft.
Ich hatte zwar immer noch nicht wirklich viel Zeit etwas zu unternehmen, aber irgendwann musste ich sie mir einfach nehmen. Ich konnte ja auch nicht ewig auf dem Schiff festhocken. In Malaga hatten wir ca. drei bis vier Stunden und nicht wirklich einen Plan. Naja, man könnte auch sagen, unser ganzer Plan war, weg vom Schiff zu kommen. So sind wir dann in die Innenstadt gelaufen und positiv überrascht worden. Malaga hat wirklich Charme und einen sehr schönen Dom, den wir uns auch von innen angeschaut haben. Eine Stadt in der wir gerne mehr Zeit gehabt hätten, aber die Arbeit …
Ob ich es diesmal raus geschafft habe? Natürlich nicht. Ich weiß schon nicht mehr genau, was mich eigentlich davon abgehalten hat, aber es hatte ganz sicher irgendetwas mit den vielen Arbeitsstunden zu tun.
Ja, richtig, da waren wir ja schon ab und zu mal. Diesmal habe ich mich ein wenig weiter in den Ort hinein gewagt, aber er hat mich immer noch nicht beeindruckt. Ich denke, das wird auch nichts mehr.
Nach Hamburg kamen wir am 20. nach Zeebrugge, noch so einem eisig kalten Hafen und am 21. waren wir zurück in Southampton nach einer anstrengenden Jungfernfahrt und glücklich, dass wir diese Gäste erstmal los waren und es mit einem neuen Trupp versuchen konnten. Unsere größten Probleme? Toiletten die nicht spülten, Wasser das entweder zu heiß oder zu kalt war und Room Service der einfach nicht klappen wollte. Alles andere war im Vergleich dazu einfach. Ach ja, und wir hatten einfach zu wenig Receptionists, die sich um all die Probleme kümmern konnten.
Von Oslo aus ging es weiter nach Hamburg. Am 18. Dezember schön in der Vorweihnachtszeit waren wir dann in Hamburg. Es war nicht ganz so verrückt wie mit der Mary. Meine Familie hat mich besucht und mein neues Schiff besichtigt und ich hatte auch mal wieder Gelegenheit über einen Weihnachtsmarkt zu spazieren und mir die Zehen abzufrieren.
Am 16. waren wir in Oslo. Oh und wo ich gerade so weit oben im Norden bin, sollte ich vielleicht auch erwähnen, dass es saukalt war. Schon die Tage in Southampton haben wir ziemlich gefroren, aber desto weiter nördlich wir waren, desto unangenehmer wurde es. Die Gangway ist auch direkt neben dem Purser’s Office und so kam es dann, dass wir an Tagen an denen wir im Hafen waren in Pullover und mit dicker Jacke arbeiteten. Auch mal ein neuer Anblick. Trotzdem hat die Erkältung nicht vor mir halt gemacht und meine Stimme war zwischenzeitlich auch ganz weg.
Oslo also war …
Am 14./15. hatten wir ein overnight in Kopenhagen. Auch hier habe ich nicht viel gesehen. Ich war am 14. abends in der Stadt und hatte mein Abendessen dort und am 15. bin ich auf einen kurzen Spaziergang raus für eine Stunde. Der ging dann gerade bis zur Meerjungfrau die da im Hafen nicht weit weg vom Schiff saß und wieder zurück.
In Southampton kam dann natürlich die ganze Presse etc. und es wurde langsam belebter. Am 10. dann hatten wir unseren Namensgebungszeremonie mit Charles & Camilla. Bzw. Charles hat Camilla begleitet, die ja der Queen Victoria den Namen geben sollte und die berühmte Champagnerflasche gegens Schiff hauen sollte. Die ist leider nicht zerbrochen, was gleich in der britischen Presse breitgetreten wurde. Wirklich unglaublich.
Am 11. Dezember ging es für uns richtig los. Die ersten Passagiere sind eingeschifft zu unserer vollkommen ausverkauften Jungfernfahrt. Am Abend haben wir Southampton mit großem Feuerwerk verlassen. Unsere erste Fahrt war sicher eine der anstrengendsten für uns alle, …